Links des Wochenendes

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So langsam frage ich mich, wer da bei der SPD das Sagen hat. Hätte jemand das Chaos der letzten Wochen in einem Drehbuch "Wie man eine Volkspartei mit maximalem Schaden vor die Wand fährt" skizziert, würde ein Produzent den Plot wohl als unrealistisch ablehnen. Dummerweise reden wir aber nicht über ein Drehbuch, sondern über die Realität.

"Natürlich bedienen sich Pädophile des Internets, um Kinderpornographie auszutauschen", sagt Rechtsanwalt Udo Vetter, der in mehreren Hundert Kinderpornographie-Fällen vor Gericht verteidigt hat. "Es gibt aber keinen kommerziellen Markt." Entsprechende Behauptungen, etwa von Familienministerin Ursula von der Leyen, hält Vetter für "grobe Falschdarstellungen, mitunter bewusste Irreführungen."

Vertriebssysteme für die illegalen Aufnahmen würden bereits an einem effektiven Geld-Transfer-System scheitern. "Man kann nicht anonym online Millionenbeträge empfangen", sagt Vetter.

Jan Beilicke

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