CFP: Kafkaeske Überwachung

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Ein sehr lesenswerter Heise-Bericht von der "Computers, Freedom, and Privacy 2008" (CFP) über den Überwachungswahn in den USA, insbesondere über die bislang 58 "Fusion Center", die wie schwarze Informationslöcher alles über die (nicht nur) amerikanischen Bürger aufsaugen und so gut wie nichts wieder ausspucken (hinsichtlich Auskunft über gespeicherte Daten).

[...] Das ambitionierte Vorhaben der Bush-Regierung "geht weit über die Prävention von Straftaten hinaus", ergänzte German. Das Department of Homeland Security (DHS) führe sämtliche 800.000 Ermittler der USA als "Augen und Ohren" des darüber hinaus die Wirtschaft einschließenden Schnüffelprogramms. Auflage bei der Polizei in Los Angeles sei es etwa, jede verdächtige Aktivität "krimineller und nicht-krimineller Art" zu melden. In einem entsprechenden Verzeichnis sei dabei etwa das Malen von Grafiken oder das Aufzeichnen von Kommentaren aufgeführt, berichtet der frühere FBI-Agent. Selbst die Aufnahme von Fotos "ohne ästhetischen Wert" werde dazu gezählt, sodass den Vorurteilen der Fahnder keine Grenzen gesetzt würden. [...]

Das könnte ein Konzept mit Übernahme-Charakter für unsere deutschen Innenpolitiker sein. Da geht noch was.

Jan Beilicke

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