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Das neue Jahr ist da. Ein “Prosit” auf selbiges geht an den geneigten Blog-Besucher – je nach Gemüt auch ein “Prost Mahlzeit”. Jahresrückblicke (außer die ironischen) mag ich persönlich nicht, dafür lohnt ein Blick auf das vor uns liegende Jahr schon eher.

Die Privatsphäre, die Unschuldsvermutung sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wurden mit den ersten Sylvesterböllern in andere Sphären geblasen, viele Bürger blicken mit Hoffnung nach Karlsruhe und Raven empfängt seine Besucher bereits mit einem "Neujahrsbasteln" für anonymes Versenden und Empfangen von E-Mails in Zeiten der Vorratsdatenspeicherung. Anderenorts hingegen gehen die Vorräte zuneige – in Hollywood die Bücher aus denen die Filme sind und bei der Musikindustrie die Umsätze aus dem CD-Handel – seit Jahren nichts Neues. Beiden Problemen zugrunde liegen die Klammerung an alte, technisch überholte Geschäftsmodelle, das Urheberrecht sowie die unvorteilhafte Entlohung der Kreativen/Künstler in Zeiten des Web 2.0. Web 2.0 – das "Mitmachweb" wird interessant werden in Hinblick auf (technischen) Datenschutz und -sicherheit, Schnittstellen/Verknüpfungen und den Möglichkeiten des Dataminings – insbesondere die Auswirkungen des meist naiven "Datenentblößungsverhaltens" der Nutzer und deren Reaktionen nach Datenlecks oder Änderungen von [AGB]{.caps}. Das Internet bietet auch dieses Jahr virtuell wie real eine Menge Potential. Da ist für jeden etwas dabei – in jeder Hinsicht.

Jan Beilicke

About the author

Long-time IT professional and full-time nerd. Open source enthusiast, advocating security and privacy. Sees the cloud as other people's computers. Find me on Mastodon or Twitter.